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Methan Artikel
Methan (auch Sumpfgas und Methylwasserstoff) ist der einfachste Kohlenwasserstoff und das einfachste Alkan.
Die chemische Formel lautet CH4, es ist bei Zimmertemperatur ein farbloses und geruchloses Gas. Methan ist der Hauptbestandteil von Erdgas und Biogas. Nach dem Kohlendioxid ist es das bedeutendste Treibhausgas. Methan wird als Heizgas benutzt und dient als Ausgangspunkt für viele andere organische Verbindungen. Methan wird bei biologischen und geologischen Prozessen ständig neu gebildet und freigesetzt.
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Das Methanmolekül hat einen tetraedischen Aufbau, die Wasserstoffatome stehen hierbei in einem Winkel von 109,5 °. Der Aufbau ist dem aller Alkane gleich: die Länge der C-H-Bindung beträgt 109 pm, das Kohlenstoffatom ist sp³-hybridisiert, das Methanmolekül ist gesättig und es handelt sich um eine kovalente Bindung.
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Methan hat ein vielfältiges Vorkommen und wird auf der Erde ständig neu gebildet, auch auf vielen anderen Planeten gibt es Methanvorkommen. Auf Meeresböden gibt es geschätzte zwölf Trillionen Tonnen Methanhydrat. Für deren Bergung gibt es aber noch kein Mittel. Eine Bergung des Methanhydrats könnte zur Lösung des Energieproblemes beitragen, ein besonderes Problem liegt zu dem Beispiel dabei, dass bei der Bergung viel Methan in die Atmosphäre entgleiten würde.
Methan ist Hauptbestandteil des Erdgases. Auch das in Steinkohlelagern eingeschlossene Grubengas enthält hauptsächlich Methan.
Weltweit werden schatzungsweise 500 Millionen Tonnen Methan emitiert, ungefähr 70 Prozent davon sind auf den Menschen zurückzuführen. Auch durch landwirtschaftlichen Anbau und Tierhaltung wird Methan emittiert, 39 Prozent dieser Emissionen gehen auf die Rinderhaltung zurück 17 Prozent auf den Reisanbau. In Deutschland wurden 1994 ungefähr 833 Tausend Tonnen Methan emittiert. Die Konzentration in der Atmosphäre hat sich von 1750 zu 2000 von 0.8 auf 1,75 ppm erhöht, jährlich steigt der Methananteil in der Atmosphäre um 1-2 %
Beim Faulen organischer Stoffe unter Luftabschluss in Sümpfen oder am Grund stark verschmutzter Gewässer bildet sich Sumpfgas, ein Gemisch aus Methan und Kohlendioxid. Biogas besteht überwiegend aus Methan (ca. 60 %) und Kohlendioxid (ca. 35 %), daneben enthält es noch Wasserstoff, Stickstoff und Schwefelwasserstoff.
Die Entstehung des Methans erfolgt nach folgender Reaktionsgleichung in tieferen Erdschichten mit hohen Temperaturen und Drücken, diese Methanquellen werden meist bei vulkanischen Aktivitäten freigesetzt, oder bei Stoffwechselvorgängen der Methanbildner:
In der Atmosphäre des Mars wurde Methan nachgewiesen, allerdings ca. etwa 10,5 ppb, da es sich normalerweise nicht in der Atmosphäre halten kann und es keine Hinweise auf Meteoriten als Quelle gibt, muss es auf dem Mars neu gebildet worden sein, was ein Indiz für Leben sein kann. Allerdings könnte das Methan auch vulkanisches Ursprungs sein, es wurden aber bis jetzt keine Hinweise auf einen vulkanischen Ursprung gefunden. Auch in den Atmosphären des Titans, des Jupiters, des Saturns, des Uranus, des Plutos und des Neptuns gibt es Methanvorkommen. In dem Weltall ist Methan also in größeren Mengen, auf Planeten, Kometen, sowie Monden.
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Für die Herstellung aus Aluminiumcarbid gibt es zwei Methoden, sie werden allerdings meist ca. in Laboren eingesetzt. Die Synthese aus Kohlenmonoxid hat eine besondere Wichtigkeit, da das giftige Kohlenmonoxid, dass eigentlich unerwünscht/unbrauchbar ist, sinnvoll genutzt werden kann, jediglich die Quelle des Wasserstoff stellt bei dieser Synthese ein Problem dar.
- Aluminiumcarbid reagiert mit Salzsäure zu Aluminumchlorid und Methan
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Methan ist ein farb- und geruchloses Gas, dessen Dichte (0,722 g/cm³ bei 20 °C) kleiner ist als die von Luft, es steigt also in die Atmosphäre auf. Es ist brennbar und verbrennt mit blaülicher, nicht rußender Flamme, unterhält die Verbrennung aber nicht. Methan schmilzt bei -182,6 °C und siedet bei -161,7 °C. In Wasser ist Methan mit 3,5 ml/100 ml klein löslich, in Ethanol und Diethylether ist Methan jeddoch löslich. Schmelzwärme und Verdampfungswärme sind mit 1,1 kJ/mol und 8,17 kJ/mol für ein Gas relativ hoch in dem Vergleich mit Metallen sind dies aber sehr kleine Werte.
Methan kann explosionsartig mit Sauerstoff, Luft und Chlor reagieren. Bei der Chlorierung entstehen Methylchlorid, Dichlormethan, Chloroform und Tetrachlormethan.
Mit Methan verwandte Stoffe sind Methanol und die Methyl-Gruppe, die entsteht wenn dem Methanmolekül ein Wasserstoffatom entzogen wird.
Buch-Tipp: Organische Chemie. Grundlagen, Stoffklassen, Reaktionen, Konzepte, Molekülstruktur Ein sehr gutes Buch Ich habe mich mit diesem Buch schon während meinem Grundstudium auseinandergesetzt und war damals (beim ersten Erlernen der OC) nicht gerade begeistert, besonders da die Übungsbeispiele gefehlt haben. Nachdem ich aber mit den Grundlagen der OC vertraut war, ist es zu einem ständigen Begleiter in dem Labor geworden. Also meine Meinung:... |
Umgang, Gefahren und Sicherheit |
Ab einem Methananteil von 5-15 Prozent explodieren Methan-Luft-Gemische von selbst.
Mit Sauerstoff bildet Methan hochexplosive Gemische, ab einem Methananteil von 5-15 Prozent explodieren Methan-Luft-Gemische von selbst. Durch unbemerktes Ausströmen von Erdgas kommt es stets wieder zu folgeschweren Gasexplosionen. Auch die gefürchteten Grubengasexplosionen in Kohlebergwerken (schlagendes Wetter ) sind auf Methan-Luft-Gemische zurückzuführen. Methan ist brennbar, der Flammpunkt liegt bei -188 °C, die Zündtemperatur bei 600 °C. Methan ist hochentzündlich, Methanbehälter sollen an gut belüfteten Orten aufbewahrt werden, es sollte von Zündquellen ferngehalten werden und es sollten Maßnahmen gegen elektrostatische Aufladung getroffen werden. Methan wird unter hohen Drücken und meist unter tiefen Temperaturen (um die Dichte zu verringern) aufbewahrt, in Gasflaschen bei 150 bar, in Tankerschiffen bei ungefähr -160 °C.
Weil Methan meist bei tiefen Temperaturen flüssig gelagert wird, kann es bei austretendem Methan zu Erfrierungen kommen. Methan ist ungiftig , die Aufnahme von Methan kann zu erhöhten Atem- (Hyperventilation) und Herzfrequenzen führen, es kann kurzzeitig zu niedrigem Blutdruck, Taubheit in den Extremitäten, Schläfrigkeit, mentaler Verwirrung und Gedächtnisverlust, alles hervorgerufen durch Sauerstoffmangel, führen. Methan führt aber nicht zu bleibenden Schäden, wenn die Symptone auftreten, sollte das betroffene Areal verlassen werden und tief eingeatmet werden, sollten darauf die Symptome nicht verschwinden, sollte die betroffene Person in ein Krankenhaus gebracht werden.
Buch-Tipp: Organische Reaktionen (Sav Chemie) Aufs Wesentliche konzentriert Wozu ein Buch über Reaktionswege der Organischen Chemie, wenn es doch umfangreiche Organik-Bücher zuhauf gibt?
Zum einen konzentriert sich dieses Buch auf die Mechanismen selbst, das heißt, allgemeine Kenntnisse über Gruppen von organischen Verbindungen, die Nomenklatur, physikalisches Merkmalen und dergleichen... |
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Heute wird die bakterielle Zersetzung organischer Verbindungen zunehmend wirtschaftlich genutzt, indem man aus Mist und Gülle, Klärschlamm oder organischem Müll Biogas gewinnt.
Das Biogas und die weiteren Methangasgemische werden zur Wärmegewinnung und zur Energiegewinnung genutzt.
Methan ist ein wichtiges Ausgangsprodukt für technisches Synthesen zu Methanol, Ethin, Blausäure, Kohlensulfid und Methanhalogeniden .
Buch-Tipp: Oxygen. Ein Stück in zwei Akten: Ein Stuck in Zwei Akten Früher war alles besser. - Oder doch nicht? Warum hat Isaac Newton niemals den Nobelpreis bekommen? Oder Charles Darwin? Antwort: Sie lebten in falschen Jahrhunderten. Alfred Nobel, der durch die Erfindung des Dynamits und die geschickte Vermarktung seiner Erfindung vermögend geworden war, hat in seinem Testament ausdrücklich verfügt, daß der... |
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Buch-Tipp: Reaktionen - Neurosen - Abnomre Persönlichkeiten Kompetentes Fachbuch der Psychiatrie In diesem medizinischem Fachbuch werden psychiatrische Phänomene und Probleme der Reaktionen, Neurosen und Persönlichkeitsstörungen skizziert. Die Behandlung der Themenkreise wurde analytisch strukturiert. Zuerst werden allgemeine Begriffe und Krankheitsbeschreibungen geklärt, darauf folgt die Beschreibung... |
Reaktionen mit Sauerstoff | |
Mit Sauerstoff geht Methan mehrere Reaktionen ein, je nach dem wieviel Sauerstoff vorhanden ist, eine vollständige Verbrennung ist bei der Verbrennung des Methans wichtig, da sonst unerwünschte Nebenprodukte wie Kohlenmonoxid und Kohlenstoff (Ruß) entstehen und die Energie ausbeute niedriger wird.
Buch-Tipp: Reaktionen und Synthesen im organisch-chemischen Praktikum und Forschungslaboratorium Gut für Experten Es handelt sich um ein Buch für den vorbelasteten Chemiker, der bereits erste Erfahrungen in dem Umgang mit der organischen Chemie gemacht hat. Es wendet sich an alle die, welche in dem Labor organische Substanzen selbst herstellen bzw. mit Ihnen arbeiten möchten. Sehr gut ist die Struktur für die Vorstellung der einzelnen Substanzen... |
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Methan geht außer mit Sauerstoff noch vielfältige weitere Reaktionen ein. Viele davon sind sehr wichtig für die chemische Industrie, da die Entstehungsprodukte von großer technischer Bedeutung sind.
- Methan reagiert mit Ammoniak und Sauerstoff mit Hilfe eines Platinkatalysators zu Blausäure und Wasser
Buch-Tipp: Reaktionsmechanismen der Organischen Chemie. Eine Einführung Gelungens Werk Dieses Werk eignet sich in ganz besondererweise für die Vorbereitung auf Klausuren in dem Fach Organische Chemie. Der dem Studenten/in vertraute Stoff wird hier nochmal in Kurzform, mit guten und in dem Prüfungsleben häufig auftauchenden Beispielen beleuchtet. Es eignet sich also sowohl zur Vorbereitung für Tests und eigener Übung in dem Umgang... |
Biologie, Geologie und Klimatalogie |
Reisfelder sind Entstehungsort für Methan.
Methan ist ein wichtiges Treibhausgas, da es mit Ozon in Reaktion in Reaktion tritt und so zu dem Abbau der wichtigen Ozonschicht beiträgt. Das Erwärmungspotential von Methan ist 32mal höher als das des Kohlendioxids, Lachgas hat aber noch ein wesentlich höheres Erwärmungspotential. Die zunehmende Rindertierhaltung und der häufige Reisanbau führt zu einer Verstärkung des Treibhauseffektes.
Die Methanbildner sind für die ständige Neubildung von Methan haupverantwortlicht. Eine Kuh stößt täglich etwa 150-250 l Methan aus, weil in dem Rindermagen Methanbildner bei der Zersetzung von Celluose helfen.
Methan war neben Ammoniak und Wasserdampf ein wichtiger Bestandteil der Uratmosphäre. Hierbei soll es nach Stanley Millers Versuch, bei denen er diese Gase ein Woche lang elektrische Entladungen aussetzte und es zahlreiche organische Verbindungen entstanden darunter auch Aminosäuren, wichtige Bedeutung bei der Entstehung der Erdatmosphäre gespielt haben. Es gibt allerdings auch alternative Theorien.
Buch-Tipp: Reaktionsmechanismen. Organische Reaktionen, Stereochemie, moderne Synthesemethoden Das Buch für OC Reaktionemechanismen In der 3 Auflage ist der "Brückner" zu 99,5 Prozent Fehlerfrei ( ca. beim Wittig/Ylid sehe ich noch Korrekturbedarf. Wenn man Ihnen zu dem Lernen und
verstehen benutzt, sind die Infomation Prof-Sicher. ( Hat mir in der Prüfung
nette Anerkennung wegen stereo/enantioselektiver Synthese eingebracht)
Auch die Grafik ist... |
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